Nachgeschärftes Bild

 

Natürlich heizen, aber wie?

Die Auswahl des Heizungssystems wird von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, sowie den örtlichen Gegebenheiten bestimmt. Folgende Faktoren sind zu berücksichtigen:

 

- Klimatische Bedingungen ( zu erwartende Außentemperaturen )

- Gebäude- Wärmedämmung ( Neubau, Altbau, richtig und ausreichend Isoliert? )

- Verfügbare Ressourcen ( Strom, Holz, Bio-Gas, Fernwärme … )

 

Nicht jedes Heizungssystem ist für Ihre individuelle Situation geeignet. Falsch dimensionierte Anlagen verursachen letztendlich zusätzliche Kosten und schaden der Umwelt. 

 

Die ausgeglichene Verwendung von Ressourcen hält die Energiekosten im Allgemeinen niedrig.

 


 

Altbau oder Neubau?

Nicht jedes Gebäude besitzt die Voraussetzungen für eine moderne Wärmepumpenheizung. Werden zum Beispiel ältere Heizkörper verwendet, oder die Bestandsdämmung ist nicht ausreichend, können Pellets- oder Holzheizungen Abhilfe schaffen. Die Betriebskosten hierfür sind überschaubar und eine Umrüstung meist günstiger als vergleichbare Wärmepumpen.

 

Voraussetzung für eine kostenschonende, energiesparende Heizung ist die richtige Wärmeisolierung. Eine moderne Wärmeisolierung erfordert 30 - 70kWh/m² jährlichen Wärmebedarf, abhängig von der Außentemperatur, während unisolierte Gebäude von 150kWh/m² aufwärts haushalten müssen. 

 


 

Heizungsvarianten im Überblick:

Heizsysteme – Kosten & CO₂ (2025)

Systemkosten über 20 Jahre (2025)

Übersicht (2025)

© Achim Kufner – exklusiv für achimkufner.jimdofree.com

 

Die Kombination nachhaltiger Technologien:   

Wer seinen Urlaub nicht im Heizraum verbringen will, sollte Folgendes bedenken: Was in den warmen Jahreszeiten Geld spart, kann in der Heizsaison zusätzliche Kosten verursachen. Es gilt somit die Überlegung, den Wärmebedarf in den warmen Jahreszeiten mit einer Solarthermie oder einem sparsamen Wärmepumpenboiler und in den kalten Jahreszeiten mit einer Fernwärme-, Holz-, Pellets- Heizung oder Erdwärmepumpe zu decken.

 


 

Heizen und Strom erzeugen?

Heizkosten senken steht nach wie vor im Mittelpunkt bei der Wahl des Heizungssystems. Es gibt eine Vielzahl moderner Heizungen die ökologisch, zukunftstüchtig, zusätzlich Strom produzieren:

 

Bio- Gas- Heizung:  

Bio- Gas kann zur Erzeugung von Wärme und Strom für den Eigenbedarf genutzt werden ( BHKW ). Es wird aus biologischen Abfällen aus Haushalt und Garten gewonnen, gereinigt und in entsprechenden Druckbehältern für den Einsatz in den kalten Jahreszeiten gelagert. 

 

Pellets- Heizung: 

Einige Hersteller forcieren Pellets- Heizsysteme mit integriertem Wechselrichter ( z.B.: Sterling- Prinzip ). Diese Anlagen decken somit teils den Eigenbedarf des Gebäudes oder speisen den überschüssigen Strom ins Netz. 

 


 

Sparsame Direktheizung?

Nicht immer ist der Einsatz moderner Heizungsanlagen realisierbar. Direktheizungen sind günstig in der Anschaffung und überzeugen so oft bei der Wahl des Heizungssystems. Da konventionelle Elektroheizungen den elektrischen Strom eins zu eins in Wärme umwandeln, sind die resultierenden Betriebskosten solcher Systeme hoch.

 

 

Nachspeicheröfen sind trotz der denkbar schlechten Leistungszahl im Betrieb günstiger als Konvektor-Heizungen und Co. Ähnlich wie bei einem Sandspeicher werden Wärmespeicher-Steine auf eine Temperatur von bis zu 650 °C erhitzt. Da dies in einer thermisch isolierten Umgebung stattfindet, entstehen während der Aufheizphase lediglich geringe Verluste. Die Wärme wird nach und nach mittels Umluft für die zu beheizende Umgebung bereitgestellt. Konvektor-Heizungen und Co. haben bereits während der Aufheizphase höhere Verluste, da die Wärme kontinuierlich über Fenster, Türen und Wände verlorengeht.

 

 

Zusatzheizungen, welche nur gelegentlich betrieben werden, wie zum Beispiel das Gästezimmer für die Verwandtschaft oder der spärlich genutzte Fitnessraum, können durchaus mit herkömmlichen Direktheizungen realisiert werden.

 


 

Luftwärmepumpe oder Erdwärmepumpe?

Da in den meisten Regionen Mitteleuropas Minus- Grade im Winter zu erwarten sind, ist eine Erdwärmepumpe am effizientesten. Wärmepumpen entziehen der Umgebung die Wärme. Je kälter es ist, desto geringer die Wärmeausbeute:

 

 

COP Erdwärmepumpe:     4 - 6

Hohe Leistungszahlen auf Grund der konstanten Temperaturen des Grundwassers, der Erdsonden oder der Erdkollektoren.

 

COP Luftwärmepumpe: 1,4 - 3,3 

Abhängig von der Außentemperatur. Da die meiste Energie in der kalten Jahreszeit benötigt wird, sind die Leistungszahlen deutlich niedriger.

  

Leistungsaufnahme von Wärmepumpen in Abhängigkeit der Außentemperatur

Energieinhalt von 1 m³ Luft (relativ & absolut, interaktiv)

Temperatur: -20 °C

Relative Energie: 0.0000 kWh
Absolute Energie: -0.0078 kWh
© Achim Kufner – exklusiv für achimkufner.jimdofree.com

 

4 kW Luftwärmepumpe  bei 0°C Außentemperatur:

Notheizstab ist in Betrieb ( 4000W Netzbezug )

 

4 kW Erdwärmepumpe bei 12°C Grundwassertemperatur:

Die Wärmepumpe arbeitet im Normalbetrieb ( 1200W Netzbezug )

 

Die Strompreise steigen jährlich! 

Im Schnitt benötigt eine Luftwärmepumpe die dreifache Energiemenge einer Erdwärmepumpe mit gleichen Leistungsangaben. Die höheren Anschaffungskosten einer Erdwärmepumpe werden somit durch die geringen Betriebskosten amortisiert.

 

Es kann in diesem Beispiel mit Stromeinsparungen von über 2000kWh jährlich im Vergleich zu einer Luftwärmepumpe kalkuliert werden. Auf die Lebensdauer einer Wärmepumpe gerechnet, ist die Erdwärmepumpe die effizienteste Variante und günstiger (errechnet mit 0,4€ je kWh):

 

Mehrkosten Flächenkollektor oder Bohrung: ca. 12 000€ ( Beispiel- Richtwert )

 

Auf eine Betriebsdauer von 20 Jahren kann mit Einsparungen von ca. 40 MWh ( Einsparungen von 5000 - 10000€  ) im Vergleich zu einer Luftwärmepumpe gerechnet werden.

 

Eine Kombi- Wärmepumpe ( Erd- und Luft- Kombination ) spart bei höheren Außentemperaturen zusätzlich Energiekosten.

  

Heizbedarf, PV & Wärmepumpenvergleich (Juli → Juni)





Jährlicher Verbrauch Luftwärmepumpe: – kWh
Jährlicher Verbrauch Erdwärmepumpe: – kWh
© Achim Kufner – exklusiv für achimkufner.jimdofree.com

 

Warum steigt der Stromverbrauch im Winter?


In der kalten Jahreszeit benötigt ein Haushalt deutlich mehr Energie – vor allem dann, wenn mit einer Wärmepumpe oder einer elektrischen Heizung geheizt wird. Der höhere Heizbedarf führt zu einem spürbar steigenden Stromverbrauch, und genau deshalb steigen in dieser Zeit auch die Stromkosten.

 

Wenn du dein Zuhause mit einer Wärmepumpe oder einer Elektroheizung beheizt, solltest du dies unbedingt deinem Energieversorgungsunternehmen (EVU) melden. Durch die Anmeldung eines eigenen Zählwerks kann das EVU bei drohender Netzüberlastung die elektrische Heizung kurzfristig vom Netz trennen. Das dient der Versorgungssicherheit und hilft, das Risiko eines regionalen Blackouts zu reduzieren.

 

Direktheizungen benötigen am meisten Strom

 

Direktheizungen verursachen die höchsten Energiekosten, weil sie elektrischen Strom 1:1 in Wärme umwandeln. Das bedeutet: Jede Kilowattstunde Strom ergibt genau eine Kilowattstunde Wärme – ohne Effizienzgewinn. Im Vergleich dazu arbeiten moderne Wärmepumpen deutlich effizienter und erzeugen aus derselben Strommenge ein Mehrfaches an Heizenergie.

 

Gerade in der Winterzeit, wenn der Heizbedarf stark ansteigt, führt das bei Direktheizungen zu einem extrem hohen Stromverbrauch. Das wirkt sich nicht nur auf die monatlichen Kosten aus, sondern auch auf die allgemeine Strompreissituation: Steigt der Verbrauch vieler Haushalte gleichzeitig, erhöht das die Netzlast und kann zu höheren Energiepreisen beitragen.

Durchschnittlicher Stromverbrauch Direktheizung


Energiebedarf in der Heizperiode


Heizbedarf Tag vs. Nacht

Tag (gelb) Nacht (blau)
28.8 % 71,2 %

Basierend auf der Verteilung der Wetterlagen und dem jeweiligen Heizbedarf.

© Achim Kufner – exklusiv für achimkufner.jimdofree.com

Heizungen der Zukunft:

Zukünftige Heizungen speichern überschüssige Energie und machen diese in Langzeit-Wärme- oder Batterie-Speichern nutzbar. Das Ziel ist eine Nullsummenrechnung ( Nachhaltige, erneuerbare Energieträger decken den Wärmebedarf des Gebäudes und darüber hinaus ).

 

Hier ein Schema, wie dieses Prinzip aussehen könnte: